Ich stand in der Warteschlange des Lebens …
Stand da wie Milliarden andere auch …
Stand da und assimilierte fremde Meinungen …
Stand da, wollte etwas finden und wie die Meisten auch,
hatte ich keine Ahnung was ich finden wollte …
Ganz unerwartet und irritierend,
schmetterte mich das Leben aus der Reihe,
bretterte mich tief ins Nichts
und spuckte mich ins Reich meiner Wünsche.
Es verfluchte mich in Zwänge
und beglückte mich mit wahrer Freiheit.
Es fickte, streichelte und verschmähte mich.
Es inthronisierte, erniedrigte und ehrte mich.
Doch dann – dem Leben abgewandt,
war ich plötzlich niedriger als niedrig,
schwächer als schwach,
einfach krank, verzichtbar
evolutionärer Rest.
All die Theken mit ihren Drinks,
all die Frauen und Männer mit ihrem Sex,
all die Drogen mit ihrer Größe,
all die Fehler mit ihren Konsequenzen,
all die Schuld mit ihrer zerfressenden Art,
all der Wahnsinn und seine Normalität.
ALL JENES was sich mein Leben nennt,
es zeigte sich,
zog im Raffer vorbei
und hinterließ einsame Momente.
Plötzlich stand ich nicht mehr da,
stand nicht mehr in der Warteschlage des Lebens
und vergaß die anderen Milliarden Menschen,
die immer noch wartend dort stehen
und sich der Hoffnung auf Fremdsteuerung ergeben.
Ich schwamm nicht mehr mit
und schwamm nicht mehr dagegen.
Ich konnte Konformismus nicht mehr buchstabieren.
Ich stand allein in mitten des Lebens
und dennoch außerhalb meiner Kraft.
Ich stand vor dem Abgrund, dem Ende
oder wie immer der Tod tituliert wird.
Text © by Ranndy Frahm
Grafiken und Fotos © by Ranndy Frahm
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